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Schlagwort: Politik

:gelesen: Mo Asumang: Mo und die Arier

Auf dem Weg zur Bundesversammlung der DPSG habe ich Mo Asumangs “Mo und die Arier” auf einen Schwung gelesen.
Den Film (siehe weiter unten) kannte ich schon, dass Buch wollte ich seit langem lesen. Als ich es neulich in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung für kleines Geld entdeckt habe, konnte ich nicht widerstehen.

:Inhalt:

Nachdem sie von einer Naziband in einem Text mit dem Tod bedroht wurde, machte sich die afro-deutsche Journalistin Mo Asumang auf die Suche nach den Ariern, welche weiße Rassisten so gerne als überlegene Herrenrasse darstellen. Dabei trifft sie aber nicht nur auf die echten Arier, welche in der Gegend des heutigen Irans leben, sonder vor allem auf jede Menge weiße Rassisten.

Auf ihrer Reise trifft sie sich mit Knackies, Skinheads, Weltverschwörern und Mitgliedern des Ku-Klu-Klans. Und versucht deren krude Gedankenwelt zu verstehen.
Verstehen kann ich sie auch nach dem Buch nicht, gelungen ist durch die Interviewpartner aber ein Einblick in die verquere Logik des Rassismus.
Da gibt es die einen die versuchen eine optische Ähnlichkeit zwischen Menschen mit dunkler Hautfarbe und Affen zu konstruieren, andere die die Arier als Nachfahren einer Außerirdischen Rasse sehen, welche eines Tages mit Reichsflugscheiben aus Neu-Schwabenland abgeholt werden und ganz viele die einfach nur unreflektiert Mainstream-Pseudowissen der NS-Zeit (wie sie auch Hitler in “Mein Kampf” nutzt) nachplappern.

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas gelingt es der Autorin lebendig zu schreiben. Und obwohl sie sich mit Menschen trifft, die ihr aufgrund ihrer Hautfarbe den Tod wünschen, bleibt sie weites gehen fair. Berührt haben mich auch die Einblicke in ihr Leben; an verschiedenen Stellen berichtet sie von offenem Rassismus in Deutschland.

:der Film:

Dem Buch vorausgegangen ist eine Dokumentation, welche einige Preise bekommen hat.
Diesen könnt ihr komplett bei der Bundeszentrale für politische Bildung anschauen.
Einige Szenen findet ihr auch auf dem Youtube-Kanal von Mo Asumang.

:Fazit:

Entweder lesen oder schauen. Die Zeit ist sicher nicht verschwendet. Wie oben schon geschrieben findet ihr sowohl BUch wie auch Film auf der Hompeage der Bundeszentrale für politische Bildung,

:mehr infos:

Mehr Infos auch zu Lesetouren und Vorträgen findet ihr auf der Homepage zum Film: die-arier.com

:politik: Zahlentrickserei mit der Statistik zu Politisch motivierter Kriminalität (PMK)

“die Linken sind krimineller als Rechte”

Ausgehend von einer Diskussion unter einem Beitrag eines Freundes auf Facebook habe ich einmal kurz recherchiert.
Zitiert wurde in der Diskussion folgender Satz des BMI:

“Überdurchschnittlich fällt der Zuwachs bei Straftaten, die dem linken Spektrum zuzuordnen sind, aus (+40,1 Prozent). Politisch rechts motivierte Straftaten nahmen von hohem Niveau leicht ab (-3,3 Prozent).”

Dieses Zitat habe ich einfach einmal bei Google eingegeben, und siehe da, es gibt einen Haufen Treffer. Oft auf Websiten bei denen spätestens auf den zweiten Blick klar ist welche Couleur die Autoren haben. Weiterlesen

:video: Schandmaul – Narren sind bunt und nicht braun

Schandmaul haben die Tage einen Song veröffentlicht, mit dem sie Stellung gegen Rechts beziehen. Bzw. eigentlich sprechen sie sich mit “Narren sind bunt und nicht braun” eher dafür aus die verschiedenen Eigenschaften von Menschen als Bereicherung anzusehen (finde es ja immer schöner für etwas, als gegen etwas zu sein).
Außerdem zeigt das Lied, dass politische Aussagen auch tanzbar sein können.
Viel Spaß.

 

 

Frohe Ostern…

… euch allen.
Und der Mutter Kirche den Wunsch, dass folgende Worte, die Petra Morsbach in ihrem Roman “Gottesdiener” Hochwürden Franz in den Mund legt, irgendwann stimmen. Sonst wird sie sich wohl damit abfinden müssen, dass sie im Westen immer noch mehr Einfluss verliert.
“”Alles wird gut, es ist nur eine Frage der Zeit. Man wird Frauen zur Weihe zulassen, der Zölibat wird fallen – dann wird der Personalmangel sich geben…”

Dass die letzten Missbrauchsvorwürfe/ -fälle als Wendepunkt gesehen werden müssen und eine Chance bieten auf die säkulare Gesellschaft zu zugehen und so manches mal zu überdenken – naja, darüber wurde ja schon genug geschrieben.

Red Hand Day

Heute ist “Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten” und da ich über die Pfadfinder seit einigen Jahren auch damit hin und wieder zu tun habe (also wir spenden für Resozialisierung an ein Projekt von Caritas International) möchte ich euch hiermit darauf hinweisen. Schaut euch bitte mal im Netz um, macht euch mit der Thematik vertraut und überlegt euch entweder wie ihr helfen könnt oder freut euch darüber, dass ihr gemütlich im warmen vorm Rechner sitzt, während anderswo Zehnjährige kämpfen müssen.

Jedem den das Thema interessiert, kann ich das Buch “A Long Way Gone: Memoirs of a Boy Soldier” (Dt. “Rückkehr ins Leben“) von Ishmael Beah, selbst ein ehemaliger Kindersoldat, empfehlen.
Oder aber auch den Doku-Film “Lost Children” des Hilfswerks von Caritas International. (Hab ich da, kann ich euch leihen wenn ihr wollt.)

Europawahl 2009

Und wieder ist es soweit: am Sonntag finden die Wahlen für das Europaparlament statt. Wer nicht weiß, weshalb er an diesem Sonntag  zum wählen gehen soll und was genau er da eigentlich wählt, der findet hier 10 gute Gründe, weshalb er unbedingt zur Wahl gehen sollte.

Wer möchte kann sich auch gern den Rest der Europawahl-Seite ansehen und sich genauer über den Sinn und den Zweck der Europawahl informieren.

Und wie vor jeder Wahl gibt es zur Entscheidungshilfe den wahl-o-maten der BpB der stellt zwar teilweise echt dumme Fragen, aber hilft durchaus sich mal mit seinen eigenen Standpunkten zu befassen.

In diesem Sinne,
frohes ankreuzen!

:gelesen: Ryszard Kapuściński: Wieder ein Tag Leben

„Wieder ein Tag Leben“ ist eine Reportage über den Bürgerkrieg in Angola. Kapuściński verbrachte einige Zeit in der Hauptstadt Luanda, und bereiste von dort aus mitten im Krieg das Land. Er beschreibt in seinem Buch nicht in erster Linie das Kriegsgeschehen, sondern den Zerfall des Staates, sowie die Angst, die sein ständiger Begleiter war, als er durch das Land reiste. Dennoch wird dem Leser gezeigt, wie dieser Krieg geführt wurde, auch wenn vieles unklar bleibt und fast lückenhaft wirkt. Weiterlesen