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Alte feuchte Freundin

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Alte feuchte Freundin,
deine Wege sind mir ein Rätsel,
dein Anblick lässt mein Herz höher schlagen,
schon oft Besungene,
du hast mich freundlich aufgenommen,
aber du wirst mir nie ganz gehören,
Arrivederci!

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Waren also zusammen letzte Woche kurz in Venedig. Über die Stadt selbst muss ich ja nicht viel schreiben, oder? Mir selbst ja ein Stückchen Heimat und auch die ULME war schon öfter dort. Also haben wir keine Kultur gemacht, sondern uns von der Stadt und ihren Gassen selbst treiben lassen. Hier einen Kaffee dort einen Spritz getrunken. Abends dann mit meinen Freunden aus dem letzten Jahr getroffen, die noch ein paar Wochen dort verweilen.

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Im und vor unserem Hostel auch ein paar interessante Menschen getroffen:
eine Klasse Augenoptikerlehrlinge aus München (was mich öfter mal an Hoffmanns Sandmann denken ließ), einen Kanadier auf der Suche nach dem Sinn des Lebens (viel Glück!), den Gitarristen Tom Ward und am letzten Morgen noch die unvermittelbare Julia aus Frankfurt.

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Die Internationale…

Habt es ja selbst gemerkt, hab in den letzten Tagen wenig geschrieben.
Ehrlich gesagt, weiß ich auch noch nicht, wie lange es den Blog noch gibt, hab grad ne Flaute. Aber wie die Diskussion zum letzten Post zeigt, braucht ihr mich ja auch nicht.

Aber weil ich es der Ulme versprochen habe:

Venedig.
Nachts.
Eine von Albanern geführte Bar.
Hübsche Frau mit schlankem jugendlichem Körper.
Bewegt sich sinnlich-perfekt zur amerikanischen Musik.
Trinkt Wein. Verschüttet nichts.
Tanzt. Lacht. Tanzt.
Ich schaue ihr zu.
Perfekte Augenblicke.
Weißes Sommerkleid.
Venezianische Maske.
Französisches Meisterstück.
Gott kann stolz sein auf sein Werk!
Sage ich, der Deutsche und genieße das Schauspiel.

“hast du je im blassen mondlicht mit dem teufel getanzt?”

Oh ja, habe ich.
Und dieser Teufel hat sich in meinen Armen wie eine Schlange bewegt.
Ein raubkatzengleicher Körper der sich an mich schmiegte.
Ein Geruch der nach Paradies (oder Sodom) duftete.
Ein Gefühl im Kopf, als ob es kein Morgen gäbe.

“Ich will mit dir für immer Leben,
wenigstens für diese eine Nacht.”

Herrliche Zeit.
Gute Getränke.
Großartige Frau in einer wahnsinnigen Stadt.
(Oder war es anders herum?)

god damn sexy – nachtrag

Ich stehe am Rand der Tanzfläche, rechts von mir das gut aussehende GoGo-Girl,
in ihrem knappen silbernen Arbeitsoutfit, ich würdige sie nur eines Blickes,
bin dann wieder bei meinen 2 Begleiterinnen, mit denen ich durch die Stadt gezogen bin, bis wir diesen Laden gefunden haben.
Der Wein hier ist gut und teuer, die Musik lädt zum Abgehen ein,
der DJ heizt den Leuten ein, die beiden bewegen sich gut,
werfen die Arme in die Luft, kreisen mit den Hüften,
wackeln mit den Pos (vier verführerische Äpfel). Ich bin nicht der Einzige der mit sie beobchtet, aber ich kenne die beiden. Sie sind mit mir hier!
Ich würde gerne mit ihnen tanzen, in der Nacht aufgehen.
Kann aber nicht, ich kenne mich;
ich bin gehemmt wenn es um’s Tanzen geht.
Ich bräuchte noch zwei Gläser Wein bevor ich fähig wäre einfach nur dem Rhythmus zu folgen – will aber heute nicht soviel trinken.
Ich denke an ZION!
Ich gehe auf raus auf die Terrasse angetrunken aber noch der Nüchternste hier.
Mein Blick wandert über die Straße, das Gift über die Lunge in meinen Körper.

Später wird meine Hüfte kreisen, werde ich ungehemmt sein.
Werde ich wissen, was ich mit meinem und ihrem Körper anzufangen habe;
habe ich Angst vor Publikum?