Home » Archiv für tivno

Autor: tivno

:gelesen: Jostein Gaarder “Das Leben ist kurz – Vita brevis”

Jostein Gaarder – vielen wahrscheinlich durch “Sofies Welt” bekannt, hat im Jahr 1996 ein kleinen Büchlein geschrieben, welches einen Brief der Geliebten Augustinus’ Flora in “Übersetzung” aus dem lateinischen enthält.
Sie erzählt ihm wie ihr Leben so lief, seit er sie verlassen hat und hält ihm den Spiegel vor. Zeigt ihm die Schieflage seiner Körper und Lust verneinenden Philosophie (wie wir sie in den “Confessiones” lesen können) und seiner eigenen Geschichte.
Die Grundidee ist:
Früher warst du Mein stolzer Bettpfosten, heute bist du ein Eunuch!
Mein zahnloser Tiger.

Ein kleines, schmales Büchlein. Geeignet für den Strandurlaub, auch für Jugendliche und vor allem eine Beschäftigung mit der Grundfrage Keuschheit/ Lust.

Links:
Wikipedia Artikel
  –  FAZ-Online

:gelesen: “Die besten klassischen Science Fiction Geschichten – Von Voltaire bis H.G. Wells” Herausgegeben von William Matheson

Die letzten Wochen gelesen, an Regentagen im Sessel, an Sonnentagen auf dem Balkon.
Ob es wirklich “Die besten klassischen Science Fiction Geschichten” sind, will ich nicht beurteilen. Allerdings sind sehr schöne und gute Storys in diesem Diogenes-Sammelband enthalten.
Von Voltaire bis H.G. Wells. Mit Fantastischem von E.A. Poe, Jules Verne, Egon Friedell, Franz Scott Fitzgerald und einigen anderen.
Viele Namen waren mir bekannt und bei denen habe ich natürlich genauer hin geschaut. Andere habe ich ausgelassen: E.T.A. Hoffmanns “Sandmann” kenne ich aus der Schule und Franzis Scott Fitzgeralds “Seltsamer Fall des Benjamin Button” muss ich auch nicht nochmal lesen. Jedem der das Buch mal in die Hand bekommt, dem empfehle ich

– Edgar Allan Poe: “Die tausendundzweite Erzählung der Schehrezad”
– Jules Verne: “Im XXIX: Jahrhundert – Ein Tag aus dem Leben eines amerikanischen Journalisten”
– Egon Friedell: “Ist die Erde bewohnt?”
(Wissenschaftler vom Planeten Cygni beantworten die Frage: “Sind die Trabanten des Fixsterns Sol bewohnt oder wenigstens
bewohnbar?”)
– E.M. Forster: “Die Maschine stoppt”
(Geschichte einer Frau der Zukunft, die plötzlich damit umgehen muss, dass ihr eigener Sohn sich gegen die Maschine stellt, die doch allen Menschen
ein so schönes Leben bietet)
– André Maurois: “Zwei Fragmente einer Universalgeschichte”
(Schönes Stück über Meinungskontrolle, den Krieg mit dem Mond und Kontakt zu den Uransbewohnern)

Ein absoluter Tipp für Freunde des Fantastischen.
Science Fiction aus der Zeit bevor es die Bezeichnung gab.

Sommerliche Grüße

tivno

:gesehen: “Wasser für die Elefanten”

Ein schönes Film-Märchen.
Ein Fast-Veterinärmediziner (Robert Pattinson) landet beim Zirkus. Erschießt ein Pferd, verliebt sich in Reese Whiterspoon, kämpft mit Christoph Waltz und freundet sich mit der Elefantendame Rosie an. Am Ende ist der Böse Tier- und Menschenquäler tot und Robert, Reese und Rosie leben gemeinsam noch viele Jahre glücklich.

Wohl nicht der beste Film des Jahres, aber schön ist er.

Trailer und Kritik gibt es z.B. [hier]

: gelesen: “Draculas Rückkehr” Herausgegeben von Arno Löb

17 Autoren schreiben auf 250 Seiten moderne Vampirgeschichten.
Erschienen 1997 will dieser Band uns neue Vampire vorstellen. Da gibt es Vampirgangstar, Cybervampire, einen Blutvertreter und Vampir-Jungfrauen, die nicht beißen wollen…
Alles in allem fehlt dem Buch aber der rechte Biß. Ausnahme und lesenswert ist die Kurzgeschichte “Fliegende Ameisen” von Gerhard Köpf. In dieser begegnen wir zwar keinem blassen Blutsauger, dafür einem pubertierendem Mädchen, einem Übervater und einer Spur Erotik.

Sinnlos auf seinem Recht bestehen…

Letzte Woche Samstags in der vollen, aber nicht überfüllten U-Bahn.
Eine ältere Dame steigt mit einer Freundin ein und füchtelt einem Mitvierziger mit ihrem Schwerbehindertenausweis unter der Nase herum.
Dieser weißt sie darauf hin, dass er zwar keinen Ausweis habe, aber zur Zeit auch nicht so gut stehen kann. Dabei klopft er mit einer seiner beiden Krücken gegen sein eingegipstes Bein. Die Dame meint darauf hin, dass sie trotzdem ein recht auf diesen Platz habe, immerhin hat sie ja einen Schwerbehindertenausweis. Er schüttelt nur den Kopf. Jetzt wird der Dame wohl langsam klar, dass dieser unverschämte Kerl nicht aufstehen wird, also meint sie, er solle seinem Sohn sagen er soll aufstehen. Dieser will aber bei seinem Vater bleiben. Welcher nun den ultimativen Vorschlag macht: Die Damen könnten sich ja auch einfach auf die beiden (die ganze Zeit) freien Plätze gegenüber setzen…

:gelesen: Gerd Theißen: Der Schatten des Galiläers

“Jesus und seine Zeit in erzählender Form” verrät der Untertitel dieses Buches. Und so geht es tatsächlich mehr um die Zeit in der Jesus lebte, als um diesen selbst.
Der aus einer wohlhabenden Familie stammende jüdische Olivenhändler Andreas wird bei einer Demonstration gefangen genommen und verpflichtet sich um sich und seine Familie zu schützen für die Römer – quasi als Agent – Informationen über neue religiöse Bewegungen in Palästina zu sammeln. Dabei sieht er sich ständig im Zwiespalt, welche Infos er weiter geben kann, ohne sein eigenes Volk zu sehr zu gefährden und welche er weitergeben muss, damit den Römern nicht auffällt, dass er ihnen etwas verschweigt. Jesus selbst trifft er nicht, aber aus Erzählungen rekonstruiert er sein Leben und seine Lehre. Weiterlesen

Stapelweise Bücher…

was tivno dieses Jahr noch vor hat

… hab ich neben dem Bett liegen. Die hab ich da hin gelegt, weil ich sie dieses Jahr lesen möchte.
Praktisch daran ist, dass ich sehe was ich vorhabe und dass ich sie nach und nach in die überfüllten Regale einsortieren kann.
Was mir Angst macht ist die Tatsache, dass ich soviel schneller Bücher nachkaufe als ich lesen kann.
Ein Bücherflohmarkt und der Stapel wächst (Prinzip ist auch, dass alles was ich kaufe erst mal dort landet bevor es seinen Platz im Regal bekommt.)

Bisher geschafft:
– Catherine Clément: Theos Reise
– Gerd Theißen: Der Schatten des Galiläers. Jesus und seine Zeit in erzählender Form.

Jetzt: Gute Nacht. “The forever War” wartet.

Euer tivno

Beobachtungen von der Wies’n

Ein ca. 16 jähriges Mädchen sitzt mit dem nackten Po im Regen auf dem Boden, ein paar Meter weiter steht ein weinender Mann, zehn Schritte und ich komme an einem Typen vorbei, der nur noch “So eine Scheiße” schreit während er festgenommen wird. Es regnet immer noch, der Fleck auf der Lederhose des dicken Jungen der an mir vorbei kommt sieht mir aber nicht nach Wasser aus. Die ganze schöne Tracht eingeschifft. Den Hosenlatz hat er aber immer noch offen.
Blick auf die Uhr: 19:45!

Und falls ihr mir nicht glaubt. Dann schaut doch mal hier.

Suche nach Antworten // Star Trek // VWL

Heute schön brav VWL gelernt.
Und bei der Beschäftigung mit Marktformen, Preiskurven, Finanzkrisen, Internationalen Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklungsländern usw. einen Blog-Eintrag nicht aus dem Kopf bekommen, den ich vor langer Zeit mal gelesen habe.
Also hab ich ihn jetzt mal gegoogeld und gefunden. Der Artikel heißt “star treks wirtschaft ist wie open source nicht kommunismus”. Lesenswert sind auch die Kommentare. Vielleicht lernen wir von Gene Roddenberry doch noch wie es geht?
Den Artikel findet ihr [HIER]

Ich…Wünsche…Mir…Worte!

…………………………………………………………………………………….
ich hätte gerne ein paar Notizbücher voller guter Ideen
ich würde gerne ein paar Bücher schreiben…
oder gute Aufsätze für wichtige Zeitschriften…

alles was ich habe ist ein Tagebuch…
in dem ich eine Woche auf einer Seite zusammenfassen kann…
tausend unsortierte Bilder auf der Festplatte…
meterweise ungelesene Literatur…
und traumlose Nächte…