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Nachtrag zum Tag der Organspende

Am Samstag war Tag der Organspende. Nachdem ich mich aber offline herum getrieben habe, gibt es heute den Text den ich vor meiner Abfahrt schon fast fertig hatte, als Nachtrag.

Ich möchte Dir ein großes Lob aussprechen:
Super, dass Du schon einen Organspenderausweis hast und Deine Verwandten auch schon Bescheid wissen, dass sie Deine Organe – für den Fall dass Du unerwartet stirbst – freigeben dürfen um Leben zu retten.

Wie? Du hast noch keinen?

Dann denke doch bitte noch einmal darüber nach:

Der Tod kommt oft schneller als gedacht.
Klar, du bist noch jung und denkst eigentlich nicht ans sterben. Aber hast du nicht auch schon junge Freunde durch einen Auto oder Motorradunfall verloren?

Wer sagt,  dass Dir das nicht passiert?
Wenn es soweit ist sind deine Eltern/ dein(e) Partner(in) vermutlich geschockt.  Nimm Ihnen doch für diesen Fall schon mal eine Entscheidung ab.

In Deutschland waren 2013 nur 10,9 Personen von 1 Million Organspender
Dem stehen Hunderte auf den Wartelisten gegenüber (ein paar Statistiken findest Du hier).

Es kann dir doch egal sein. Tod ist Tod.
Ob Dir ein paar Innereien fehlen oder nicht ist doch völlig Wurscht wenn Du in der Erde liegst/ in Flammen aufgehst, oder? (Und falls Du an irgendeinem Teil deines Körpers so sehr hängst dass Du ihn mit ins jenseits nehmen willst, kannst Du ihn von der Spende ausschließen)

Stell dir doch mal vor Du oder ein Dir nahestehender Mensch braucht ein neues Organ…
Es gibt aber keines.

Mehr Infos und eine Downloadmöglichkeit für den Organspenderausweis findest Du unter organspende-info.de.

Fazit: Jung sterben ist scheiße, wenn schon dann noch was Gutes tun, oder?

P.S. Immer wieder höre ich das Argument, dass Leute glauben sie werden schneller für Tod erklärt als andere. Wenn Dich dieser Gedanke auch verunsichert, dann schau Dir doch mal die Voraussetzungen an, die vor einer Entnahme erfüllt werden müssen.

P.P.S. Zwar müssen die Krankenkassen inzwischen jeden Erwachsenen einmal im Jahr schriftlich daran erinnern, dass er sich mit diesem Thema auseinandersetzt, ich fände es aber anders herum besser: Jeder der nicht “Nein” sagt sollte Spender sein! In Österreich z.B. ist das schon so.

 

 

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