:gesehen: Money Monster

Zum Abschluss des verlängerten Wochenendes haben wir uns Money Monster angeschaut.

Nettes Kino, irgendwo zwischen Satire und Thriller. George Clooney und Julia Roberts in einem Film muss ja funktionieren. Und das zusammenspielen der beiden klappt auch, aber sonst hat mich der Film nicht so besonders überzeugt.
Was mir persönlich u.a. ein bisschen zu kurz kam, waren Hintergründe, z.B. wurde nie erklärt, was dieser Hochfrequenzhandel vom dem ständig geredet wird eigentlich ist?
Wenn ihr mich fragt, dann empfehle ich ihn nicht im Kino anzuschauen, sondern auf die TV-Ausstrahlung zu warten.

Trailer
Kritik

:gesehen: 3 mal runter vom Sofa, raus von Zuhaus’, rein ins (Lichtspiel-)Theater.

 2016-03-3malLichtspielTheater

Äußerst ungewohnt für uns haben wir dieses mal wirklich drei Abende am Stück fernab unserer geliebten Couch verbracht.

Einen Abend habe ich bereut…

Batman V Superman: Dawn Of Justice

DC-Comics bereit sich darauf vor das eigene Merchandise ins Kino zu bringen und damit den Konkurrenten Disney/Marvel anzugreifen.  Das ist eigentlich alles was zu diesem Film zu sagen ist.

Ok, hier noch ein paar Worte zusätzlich.
Batman lässt sich dazu verführen gegen Superman zu kämpfen. Am Ende vertragen sie sich und retten die Welt.

Dies hätte ein guter Film werden können; die dunkle Fledermaus aus Gotham gegen den gottgleichen Superman. Der Milliardär der Nachts eine Maske trägt und böse Jungs verklopt und der Außerirdische der tagsüber den schüchternen Jungen spielt. Leider wurde die Chance vertan.

Was mir am wenigsten gefallen hat: Batman!
In der Dark-Knight-Trilogie lernten wir ja schon einen neuen, brutalen Bruce Wayne kennen. Aber hier wird er zu skrupellos dargestellt. Und das ganze ohne großen Zusammenhang (übrigens liebe Drehbuchschreiber: wir wissen dass Batman so wurde wie er wurde weil seine Eltern erschossen worden sind, dass ist Allgemeinwissen aus dem Canon der Popkultur. Bitte spart euch in Zukunft die Geschichte in JEDEM Film wieder zu zeigen).
Vielleicht bin ich altmodisch, aber: ich möchte keinen Helden sehen der mit schweren Stiefeln auf am Boden liegende Gegner eintritt. Batman nutzt Schusswaffen und wirkt insgesamt eher wie Rambo der ein Fledermauskostüm zum Geburtstag bekommen hat…

Und Alfred?
War dieser nicht einmal ein nobler Geist der seinem „Master Bruce“ zur Seite stand, obwohl er die Fledermaus eigentlich nicht mochte? Nichts ist übriggeblieben vom leicht versnobten, immer Treuen , in diesem Film ist er eher Controller (im Sinne der Controller in Matrix), der dem somitnichtmehr-einsamen Helden stets digital über die Schulter schaut. Statt einem Smoking trägt er einen militärisch angehauchten Pullover, und statt sich Sorgen um Bruce zu machen übernimmt er die Kontrolle über Batmans Fluggerät, steuert es im Drohnen-Modus und kämpft aktiv mit.

Superman ist Superman.
Hier halte ich mich ein wenig zurück. Mit dieser Figur konnte ich persönlich nie viel anfangen, zu glatt, zu übermenschlich. Die halbherzigen Szenen in denen versucht wird ihn als liebenden Partner und Sohn darzustellen dienen zu offensichtlich nur dem rechtfertigen von gewalttätigen Verhalten… hätte man sich also sparen können.

Zurück zur Handlung: nach einigem Geplänkel stellen die beiden fest, dass a) ihre Mütter den gleichen Vornamen haben und b) dass sie (und Wonder Women –wir wollen ja ein neues Universum ins Kino bringen) nur gemeinsam die Menschheit beschützen können (Überraschung!). Sie treten also gegen das Doomsday-Monster an, welches von Supermans Erzfeind Lex Luther, mit der Hilfe des in Man of Steel zerstörten Raumschiffs und jeder Menge Blitze (oh, eine Hommage an Frankenstein), aus Genmaterial des General Zod erschaffen wird und aussieht wie ein Orc!

Um sicherzustellen dass Batman auch wirklich ein Team bildet, ich wage mal eine Prophezeiung – es wird “Justice League” heißen, muss Superman am Ende sterben und bekommt was der Farmersohn Clark Kent sich sicher immer gewünscht hat: ein Staatsbegräbnis mit vielen Flaggen und Flakgeschützen.
(Damit aber auch weitere Superman-Filme möglich sind, und wir das Jesus-Motiv weiter strapazieren können, muss am letzten Ende des Films angedeutet werden, dass er überlebt hat.)

Fazit: am Ende bleibt der Film eine Aneinanderreihung von Schlägereien und Schießereien.

 

Spotlight

Ein ganz anderer Film. Erzählt wird die Geschichte eines Journalistenteams welches den sexuellen Missbrauch bzw. vor allem die Vertuschung in der Bostoner katholischen Kirche aufdeckt.
Da über einen Oscar-Gewinner natürlich schon viele Menschen geschrieben haben, will ich nicht mehr Worte dazu verlieren.
Wenn er in einem Kino in eurer Nähe noch läuft, dann schaut ihn euch an!

1984 im Nürnberger Staatstheater

Ich bin ja kein Theaterkritiker, aber…
keine Ahnung ob das jetzt ein gutes Stück war oder nicht. Das sollen Menschen beurteilen die sich auskennen. Mir hat es gefallen und Lust gemacht das Buch mal wieder in die Hand zu nehmen.

Meine wichtigsten Merksätze (aus dem Kopf zitiert, also eher “frei nach”):
“Das Buch ist immer aktuell, jede Generation wird sich darin wiederfinden.”und
“Ich habe nichts gegen Überwachung, wenn sie uns alle überwachen, dann finden sie auch die Bösen”

Am Ende zeigen alle drei Abende: Es geht immer um Macht.

:heute: Thinking & Founder’s Day

ThinkingFoundersDayBiPiHeute ist der Gedenktag für Sir Robert Baden-Powell und seine Frau Olave.
Beide hatten sie an diesem Tag Geburtstag, wobei er 1857 geboren wurde und sie 32 Jahre jünger war. Kennengelernt haben sich die beiden im Januar 1912 bei einer Schiffsreise.
Er war zu diesem Zeitpunkt schon ein Nationalheld und weltweit als Chiefscout of the World unterwegs, sie übernahm schnell Verantwortung in der wachsenden Pfadfinderinnenschaft.

Die Pfadfinder feiern diesen Tag weltweit als Thinking Day oder Founder’s Day. Je nach Tradition in den Gruppen werden an diesem Tag karitative oder andere Aktionen durchgeführt. Seit ein paar Jahren können sich Pfadfinder_innen im deutschsprachigen Raum an einer Postkartenaktion beteiligen und so erleben wie unterschiedlich die einzelnen Mitglieder der Bewegung sind.

Falls ihr mehr über den Gründer der weltweiten Bewegung Sir Robert Stephenson Smyth Baden-Powel, Lord of Gilwelll, Chiefscout of the World und seine interessante Biographie wissen wollt, dann lest doch einmal in eines dieser Bücher rein:

Tim Jeal: Baden-Powell. Gründer der Pfadfinderbewegung
Mit über 750 Seiten sehr umfangreich. Tim Jeal setzt sich sehr intensiv und kritisch mit Baden-Powell auseinander, ohne im etwas Böses zu wollen. (VDL:Verlag.Deutsche Übersetzung von Dr. Cornelius Hartz, 2007)

Walter Hansen. Der Wolf der nie schläft
Erschienen im Georgsverlag der DPSG (und neu auch nur über das Rüsthaus zu beziehen). Eine kindgerechte Erzählung des Lebens Baden-Powell. Allerdings auch sehr wohlwollend und unkritisch.

Jijé: Baden-Powell
Die Geschichte als Comic im Stil alter Westernreihen. Leider auf deutsch schwer zu bekommen.

100 Jahre Pfadfinder: Die offizielle Geschichte der weltweiten Bewegung
Erschienen zum Jubiläum 2007 bietet der Band einen Überblick über die Entstehung und die Geschichte und wagt dabei den versuch alle Nationalverbände an zuschneiden.

Falls ihr lieber Hört als Lest, dann findet ihr hier ein 45-Minuten-Gerpräch über die aktuelle Lage und Bedeutung der Pfadfinder in Deutschland des SWR.

 

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Dieser Artikel erschien auch auf jugendleiter-blog.de.

 

 

:gesehen: A Nazi Legacy – What our fathers did.

whatourfathersdidMattiasMetzfuerexperimentleben.de2Im Schwurgerichtssaal 600 wurde gestern (in Zusammenarbeit mit Mobiles Kino) “A Nazi Legacy – What Our Fathers Did”  gezeigt.
Die Dokumentation zeigt die Reise dreier Männer durch Europa, genauer durch Polen und die Ukraine.  auf den Spuren der Familiengeschichten.
Niklas Frank, Sohn von Hans Frank, dem damaligen Generalgouverneur oder “Schlächter von Polen”, der in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt wurde,
Horst von Wächter, dessen Vater Gouverneur von Galizien war und Menschenrechtsanwalt Philippe Sands, der die Reise angestoßen hat und dessen Familie fast komplett dem Holocaust zum Opfer fiel, folgen dabei den Spuren ihrer Familiengeschichten.

Während Horst von Wächter seinen Vater in Schutz nimmt, hasst Niklas Frank seinen Vater. Ich bin mir nicht sicher, mit wem von beiden ich mehr Mitleid habe…

Ein Film zeigt, dass “die Nazis” auch liebende Eltern waren – vielleicht erklärt dass, das kaum jemand Täter in der eigenen Familie hat?
Er löst die Unterscheidung zwischen den Deutschen und den Nazis auf, holt die Täter zurück in die Familien.

Wenn ihr irgendwo die Möglichkeit habt den Film zu sehen, dann schaut ihn euch an!

aktuell ist das Thema ja leider… wenn eine Politikerin wirklich fordert Schusswaffen gegen Flüchtlinge einzusetzen…

:erlebt: Groschen für Groschen – Projekt 2

metz-logo-1Hallo,
gestern war ja Internationaler Tag des Ehrenamts.
Heute starte ich ein Projekt, welches Ehrenamtliche unterstützen soll.
Es würde mich freuen wenn ihr mitmacht.

Mehr Infos auf groschen-fuer-groschen.de

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Nachtrag 1.2.16: Leider gab es zu wenig Mitmacher*innen, daher ist das Projekt erst einmal auf Eis. Mehr Infos.

 

 

:erlebt: 3 Projekte für das Jahresende

Manchmal wunder ich mich was ich alles schaffe – wo ich doch eigentlich ein fauler Mensch bin.

Jedenfalls hab ich dieses Wochenende Projekt 1 “Krippenbau” beendet.

Seit mehreren Wochen hat meine Liebste ein Kellerverbot gehabt. Und ich finde, dafür dass ich eigentlich immer dachte ich hätte zwei linke Hände, lässt sich das Ergebnis echt sehen.

Nächsten Sonntag werdet ihr an dieser Stelle von Projekt Nr. 2 lesen können, bevor die Woche drauf Projekt 3 ein ganz privates sein wird.